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(bald online)
heads & hands
HEADS & HANDS ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit nonverbaler Kommunikation und den vielen Formen menschlicher Verständigung jenseits der Sprache.
Die Hände erzählen von einer universellen Bildsprache. Gebärden können sprachliche Grenzen überwinden, doch ebenso sind es subtile Gesten, die Nähe, Distanz, Zuneigung oder Anspannung ausdrücken. In den Bildern begegnen sich Hände, nähern sich an, halten fest oder lassen los. Sie werden zu Trägern von Emotionen, die oft unmittelbarer wirken als Worte.
In meinem Alltag spielt diese Form der Kommunikation eine zentrale Rolle. Mein Sohn ist Autist und nonverbal, weshalb unsere Verständigung häufig über Gesten, Berührungen, Mimik und Aufmerksamkeit geschieht. Diese persönlichen Erfahrungen fließen unmittelbar in die Serie ein und machen die stille Sprache der Hände zu ihrem inhaltlichen Zentrum.
Den Händen stehen die Heads gegenüber – Porträts, denen meist die Augen fehlen. In der klassischen Porträtmalerei gelten die Augen als Schlüssel zur Emotion und Interpretation. Indem ich sie bewusst auslasse, entziehe ich den Betrachtenden diesen vertrauten Zugang. Inspiriert durch meinen Sohn, der ohne gesprochene Worte kommuniziert, lasse ich in meinen Porträts jenes Element weg, das wir intuitiv als Orientierung für Gefühle und Identität suchen.
Die fehlenden Augen sind zugleich eine künstlerische Analogie zu einer Erfahrung, die viele Menschen im Autismus-Spektrum kennen: Blickkontakt ist nicht für alle selbstverständlich oder angenehm. Die Porträts eröffnen dadurch einen Raum der Projektion. Ohne den eindeutigen Blick sind die Betrachtenden eingeladen, ihre eigenen Emotionen und Interpretationen in die Gesichter hineinzulesen.
HEADS & HANDS verbindet beide Werkgruppen zu einer Reflexion über Wahrnehmung, Kommunikation und menschliche Verbundenheit – darüber, wie wir einander verstehen können, auch wenn Worte oder Blicke fehlen.
























































